KI-fähige OMDS-Services
OMDS LD (OMDS Linked Data) ist der Arbeitstitel dieses Projekts. Es ist eine Überarbeitung der OMDS-3-Schnittstellendefinition. Es entsteht in einer VVO-Arbeitsgruppe im Rahmen des OMDS-3-Projektes. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden im Steuerkreis evaluiert und fließen gegebenenfalls in eine neue Norm ein.
| Eine Zusammenfassung der Vorteile bietet die Seite Motivation. |
| Ausprobieren statt lesen: Der Muster-Vermittler läuft unter /omds-ld/ und führt die Antragsstrecke gegen die drei Beispielversicherer vor. Im Chatbot (Open WebUI) kann man sich registrieren und sich nach der Freischaltung direkt im Chat Prämien bei den Beispielversicherern berechnen lassen. |
Ausgangslage
Die OMDS-3-Schnittstelle des österreichischen Versicherungsverbands dient zur Berechnung von Versicherungsangeboten und zur Übermittlung von Versicherungsanträgen vom Vermittler (Makler, Agenten) an die Versicherung. Es gibt fertige Konzepte für
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Neuanträge,
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Konvertierungen und Konvertierungshilfe: Ablöse von Verträgen durch neue Verträge auf aktuellem Produkt,
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Vertragsänderungen z.B. Inkassoänderungen,
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Geschäftsfall-Log: Bericht über asynchrone Statusänderungen oder Ereignisse bei der VU,
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Postservice: Asynchrone Bereitstellung von Dokumenten.
Ziele
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Normierte fachliche Prozesse als Geschäftsfalltypen auf einem gemeinsamen Modell: Antragsstrecke, Vertragsänderung, Konvertierung sowie Schadenmeldung und -bearbeitung werden im selben Raster beschrieben – ein Geschäftsfall als Klammer, Geschäftsobjekte mit eigenen Zuständen, sechs Operationsarten, dieselben Prüfungen und eine Deklaration je Typ als Prozesswissen (Geschäftsobjekte und Operationen). Die Antragsstrecke ist das erste Beispiel und wird zuerst umgesetzt und erprobt.
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Services, über die eine Versicherung ihr Produktwissen günstig zur Laufzeit bereitstellen kann. Das Produktwissen wird deklarativ beschrieben. Die Berechnung bleibt bei der Versicherung; der Client kann Produktkonfigurationen aber selbst validieren.
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Services, die der Vermittler mit KI-Hilfe einfach anbinden kann.
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Benachrichtigungen (Notifikationen) über asynchrone Ereignisse, z.B. Polizzierung oder Zulassung.
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Für jeden Use-Case ist klar, welche Serviceaufrufe zu verwenden sind (Prozesswissen):
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Die zulässigen Prozessvarianten werden in der Norm abschließend aufgezählt. Beliebige Abweichungen sind nicht zulässig.
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Jede Versicherung deklariert maschinenlesbar, welche der zulässigen Varianten sie umsetzt. Ein Client fragt dies zur Laufzeit ab und stellt sich darauf ein.
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Wo eine Variante deutlich überwiegt, legt die Norm sie als Regelfall fest; deklariert werden muss dann nur die Abweichung. Der Regelfall entlastet die Deklaration, nicht den Client: Ein Client muss auch die abweichende Variante bedienen, sonst verliert er die betreffende Versicherung.
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Die Servicedefinitionen sollen abwärtskompatibel mit den bisherigen Konzepten sein. Idealerweise macht ein technischer Wrapper die bisherigen SOAP-Services KI-fähig.
Wie die Struktursäule (Austauschobjekte, „Was“) und die Prozesssäule (Geschäftsobjekte, Zustände, Operationsarten, Prozesswissen, „Wie“) des Vokabulars zusammenspielen, beschreibt Schichten des Vokabulars.
Nicht-Ziele
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Versicherungsprodukte zu definieren. Die Versicherung muss frei bleiben, beliebige Produkte zu definieren.
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Alle Sparten gleichzeitig zu behandeln. Begonnen wird mit der Sparte Kfz.
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Alle Versicherungen auf genau einen Prozessweg zu zwingen. Wo keine Einigung erreichbar ist, zählt die Norm die zulässigen Varianten auf und macht sie maschinenlesbar abfragbar, statt eine Variante durchzusetzen.
Außerdem außerhalb des Umfangs: Produktionsclient, Vertragsserver, Personenverwaltung, länderspezifische Prozesse und Objektmodelle, Branchen außerhalb der Versicherung sowie die Leistungsabwicklung im Schadensystem der Versicherung. Die Schadenmeldung und -bearbeitung als Geschäftsfalltyp gehört dagegen zum Modell; sie wird nach der Antragsstrecke umgesetzt (Vorgehen).
Nutzen
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Geringere Anbindungskosten: Vermittler und Softwaredienstleister binden die Services mit KI-Hilfe an, statt jede Schnittstelle von Hand zu implementieren.
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Kürzere Time to Market für Versicherungen: Produktvarianten und neue Produktgenerationen gehen ohne Softwarerelease an den Markt, weil das Produktwissen zur Laufzeit übermittelt wird. Produkte müssen sich nicht mehr an einer generischen Schnittstelle ausrichten.
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Größere Distributionsreichweite: Sinkt der Anbindungsaufwand, binden mehr Vermittler und Dienstleister tatsächlich an.
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Neue Nutzungsformen: KI-Agenten können die Services selbst bedienen. Das ermöglicht Anwendungen, die heute nicht umsetzbar sind.
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Entfall bilateraler Abstimmung: Normierte Prozesse und maschinenlesbares Prozesswissen ersetzen die Klärung, welche Services in welcher Reihenfolge aufzurufen sind.
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Prüfbare Konformität: Selbsttests und Konformitätsregister machen aus einer Zusage eine überprüfbare Aussage.
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Abwärtskompatibilität: Versicherungen können die neuen Services als Wrapper über ihre bestehenden SOAP-Services anbieten und so bestehende Investitionen nützen (siehe Abwärtskompatibilität).
Zielgruppe
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Versicherungen, um ihre Produkte am Markt anzubieten und Änderungen an Verträgen zu ermöglichen.
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Unabhängige Vermittler (Makler und Agenten), um Versicherungsprodukte zu vergleichen, Versicherungsverträge abzuschließen und bestehende Verträge zu verändern.
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Softwaredienstleister im Auftrag von Vermittlern oder mit Vermittlern als Kunden, etwa Maklerverwaltungsprogramme, Aggregatoren und Vergleichsdienste.
Wie die Ziele erreicht werden sollen, beschreiben Lösungsansatz, Geschäftsobjekte und Operationen, Werkzeuge und Vorgehen.
Lizenz
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